Das Projekt „Prospect NiederRhein“ wird in Kooperation zwischen der Stadt Duisburg, Amt für Statistik, Stadtforschung und Europaangelegenheiten sowie der „Pro Arbeit Niederrhein“ in Moers durchgeführt. Beide Partner haben bereits in den letzten Jahren Prospect-Projekte in der Stadt Duisburg sowie in den Kreisen Wesel und Kleve durchgeführt und werden dies nun gemeinsam für die gesamte Region NiederRhein in den Jahren 2006 und 2007 fortführen. Für den Untersuchungszeitraum 2006 wurden die Branchen „Logistik“ und „Altenpflege“ ausgewählt.
„Prospect“ ist eine Initiative des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen. Im Jahre 1999 in drei Modellregionen gestartet, steht seit Anfang 2002 der Prospect-Ansatz allen Arbeitsmarktregionen in NRW im Rahmen der regionalisierten Arbeitspolitik zur Verfügung und wird im Rahmen des ESF-kofinanzierten Ziel-3 Programms gefördert. In insgesamt 13 Städten und Kreisen Nordrhein-Westfalens, wozu auch die Region Niederrhein mit den Kreisen Wesel und Kleve sowie der Stadt Duisburg zählt, wurde bislang die Prospect-Methode angewendet. Die Finanzierung erfolgt dabei aus Landesmitteln, EU- und regionalen Finanzmitteln. Die Projektbegleitung liegt bei der landeseigenen Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung (GIB).
Bisherige Projekte
In den Kreisen Wesel/Kleve wurde Prospect bereits seit 1999 als
Modellregion von der Projektgruppe „Permanent“ (Personal-Management
NiederRhein), bestehend aus der Kooperation des Berufsfortbildungswerks
des DGB gGmbH Gelsenkirchen und der pro arbeit niederrhein gGmbH, mit
Sitz in Wesel, durchgeführt.
Gegenüber der Region Wesel/Kleve war in Duisburg der Prospect-Ansatz
seit dem Startschuß im Jahre 2002 im Projektvorhaben StARA
(Strategische Ausrichtung der Regionalisierten Arbeitsmarktpolitik)
integriert. Das Projekt StARA baut auf den Erkenntnissen des zuvor
durchgeführten VISUM-Projekts (Virtuelles InStitut zur Unterstützung
unternehmerischer Modernisierungsprozesse) auf, und bedeutet für die
Region Duisburg eine längerfristige, stringente Ausrichtung der
Arbeits- und Modernisierungspolitik. Die strategische Ausrichtung des
Instruments Prospect ist gekoppelt und orientiert sich an dem
Entwicklungsvorhaben
IMPULS.Duisburg zur Stärkung des regionalen Wirtschaftsstandortes.In dem Konzept IMPULS.duisburg werden sechs Branchen definiert, die ein
großes wirtschaftliches Potenzial für die Zukunft der Region beinhalten
und deshalb eine besonderen Beobachtung und Förderung erfahren sollen.
Mit dem Untersuchungsansatz Prospect findet eine branchenstrukturelle
Analyse der definierten Kompetenzfelder statt - der Prospect-Ansatz
leistet somit auch einen Beitrag zur branchenstrukturellen Analyse und
(Weiter-)Entwicklung des Wirtschaftsstandortes.
Durchgeführt wurde das Projekt bislang wie auch zukünftig federführend
vom Amt für Statistik, Stadtforschung und Europaangelegenheiten. Im
Jahr 2004 wurden die Untersuchungen der IT/Medienbranche und der
Logistikbranche sowie anschließend der Branche Material- und
Werkstofftechnologien und Unternehmensbezogene Dienstleistungen
abgeschlossen und liegen in Berichtsform vor. Die telefonische
Befragung der Branchen Einzelhandel, Gesundheitswirtschaft und Urban
Entertainment sind ebenfalls abgeschlossen – gegenwärtig werden die
Branchenreports fertiggestellt.